Bald keine Schranken mehr gegen Müllsünder

Von Von Reiner Hanke

Der Forstbezirk lässt an der Massenei die Schranken überall abmontieren. Die Wirkung auf Umweltfrevler ist sehr umstritten.

Manchmal müssen Spaziergänger gar nicht tief in den Wald hinein gehen, schon stolpern sie über Müll. Zum Beispiel an der Lichtenberger Straße Richtung Großröhrsdorf, südlich der Kuppe des Eierberges. Dort hat sich ein Umweltsünder zum Beispiel einfach eines Autositzes am Waldrand entledigt. An einer anderen Stelle liegt Plastikmüll neben verrottendem Papier.

Klagen über eine schwunghafte Müllentsorgung illegal im Wald kam in den vergangenen Wochen schon aus einigen Forstrevieren. Es ist ein flächendeckender Trend, den auch Ralf Schulze bestätigt. Die illegale Entsorgung sei grundsätzlich immer ein Problem, sagt der Großröhrsdorfer Revierförster, nehme aber derzeit wieder zu. Es sei die volle Bandbreite beim Müll, der im Wald lande. Angefangen bei Gartenabfällen über Hausmüll und gelbe Säcke mit Plastik bis zu Fernsehern und Kühlschränken.
 

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Bürger müssen für Fehlentscheidung zahlen

Warnende Stimmen vor dem Bau der Müllverbrennungsanlage in Lauta wurden vom Ravon und von der Politik ignoriert.
Von Von Ortrun Rümcke

Der Freistaat will sich nicht in die Angelegenheiten des Regionalen Abfallzweckverbandes Oberlausitz-Niederschlesien (Ravon) einmischen. So wurde es im Oktober öffentlich verkündet.

Der Freistaat hatte sich allerdings 1997 für die Müllverbrennungsanlage in Lauta eingesetzt. Damalige Politiker wie Umweltminister Arnold Vaatz und auch andere Minister der CDU-Regierung sowie das Regierungspräsidium Dresden haben sich für den Bau der MVA ausgesprochen und somit den Ravon und die damaligen Kamenzer Landrätin Andrea Fischer (CDU) in diesem Vorhaben bestärkt.  

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Freistaat lässt die Finger von der „Akte Lauta“
Von Carina Brestrich

Sachsen will sich nicht in die Verhandlungen über Abfallmengen in der Lausitz einmischen. Ein Antrag der Linken ist jetzt gescheitert.

Es scheint, als komme das Thema nie zur Ruhe: Über keinen Abfallzweckverband wird im sächsischen Landtag so viel gesprochen wie über den Regionalen Abfallverband Oberlausitz-Niederschlesien (Ravon). So drückte es die Abgeordnete Andrea Rothe von den Linken in der jüngsten Sitzung aus. Dort wurde jetzt ein Antrag der Partei beraten. Die Linke forderte vom Freistaat ein Konzept gegen höhere Müllgebühren in der Oberlausitz. Der wurde jedoch abgelehnt.

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Grüne kritisieren Abfallpolitik

Heftige Kritik an der Abfallpolitik im Freistaat übte während einer Debatte zu dem Thema am Donnerstag im sächsischen Landtag die Fraktion der Grünen. Hintergrund für diese Debatte war die Gebührenexplosion im Landkreis Bautzen und ein Antrag der Linkenfraktion. Die fordert von der Staatsregierung einzuschreiten, um weitere Steigerungen der Abfallgebühren in der Region zu verhindern.

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 Angst vor noch höheren Müllgebühren

Abfall zu vermeiden und unvermeidbaren Abfall zu verwerten, ist Anliegen des BUND und weiterer Naturschutzverbände. Nicht so in der Sicht des Landkreises Bautzen.

„Hier geht die Sorge vor einem Anstieg der Müllgebühren um“, weil die Bürger zu wenig Abfall produzieren. Für entsprechende Abfallvermeidung wird dem Bürger im Landkreis Bautzen mit Gebührenerhöhung gedroht. Ursächlich hierfür ist ein Vertrag, der dem Wirtschaftsunternehmen TA Lauta die Lieferung von Mindestmüllmengen durch den Abfallverband Ravon zusagt. Werden diese Mindestmengen der TA Lauta nicht zugeliefert, muss Ravon die vertraglich vereinbarte, aber nicht gelieferte Menge dennoch „als entsorgt“ bezahlen. 

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